Kontrollieren – aber richtig! Wie viel ist zu viel? – S&P Führung

Wer möchte schon andauernd kontrolliert werden? Wohl niemand! Und genauso sehen dies Ihre Mitarbeiter. Untersuchungen haben gezeigt, dass Sie besser fahren, wenn Sie die Zügel locker lassen und Ihren Mitarbeitern nicht permanent über die Schulter schauen.

Diese Erkenntnis, dass sich permanentes Misstrauen nicht auszahlt, sollten sich vor allem Führungskräfte mit ausgeprägtem Kontrollzwang in ihren Managementleidfaden schreiben. In der Praxis zählen diese Fragen:

  • Wie sieht eine sinnvolle Kontrolle aus?
  • Wie viel ist angebracht, was geht zu weit?
  • Welche Wirkung haben Kontrollen auf Ihre Mitarbeiter?
  • Wann ist Selbstkontrolle besser?

 

Richtige Kontrolle für den Projekterfolg - S&P Führung

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Vertrauen vs. Misstrauen – Kontrollieren – aber richtig! Wie viel ist zu viel? – S&P Führung

Welche Art von Kultur wollen Sie in Ihrem Unternehmen leben?

  • Vertrauenskultur: Grundsätzlich bekommen alle Mitarbeiter einen Vertrauensvorschuss. Dahinter steht ein positives Menschenbild, zum Beispiel alle Mitarbeiter strengen sich an und tun ihr Bestes.
  • Misstrauenskultur: Die Führung geht von einem negativen Bild aus, zum Beispiel Mitarbeiter neigen dazu, bequem und egoistisch und nur ihren Vorteil bedacht zu sein. Angst ist verbreitet.

Mit Ihrer Einstellung und Ihrem Verhalten haben Sie einen wesentlichen Einfluss auf diese Kultur. Also entscheiden Sie in welche Richtung Sie wollen! Was gemessen wird, wird gemacht! Überlegen Sie, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit (Kontrolle) lenken wollen. Damit bestimmen Sie worauf Ihr Team ihre Aufmerksamkeit lenken.

 

Umfang und Intensität der Kontrolle – Kontrollieren – aber richtig! Wie viel ist zu viel? – S&P Führung

Umfang und Intensität der Kontrolle richten sich nach:

  • Kompetenz und Erfahrung des Mitarbeiters für die jeweilige Aufgabe,
  • seiner Sorgfalt,
  • seiner Integrität,
  • der Bedeutung der jeweiligen Aufgabe für das Unternehmen.

Es ist also sinnvoll und nötig, unterschiedliche Mitarbeiter unterschiedlich intensiv zu kontrollieren. Bei einem unerfahrenen Mitarbeiter haben Sie nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, genauer hinzuschauen. Genauso müssen Sie bei einem unzuverlässigen Mitarbeiter mehr Kontrolle ausüben als bei einem äußerst zuverlässigen. Und schließlich müssen Sie, sobald ein Mitglied Ihres Teams Ihnen Anlass zur Besorgnis gibt, dass er sich allzu sehr an seinen eigenen Interessen orientiert, genauer hinsehen.

 

Eine Frage der Kultur

Leben Sie eine Vertrauenskultur.

Menschen, die diese Kultur nicht mittragen wollen und Vertrauen auf grobe Weise missbrauchen, sollten gezielt zur Verantwortung gezogen werden. Achtung: Stellen Sie in Zweifelsfällen sicher, dass es sich nicht nur um ein Missverständnis handelt.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl

Wenn Sie bei jemandem oder einer Sache ein ungutes Gefühl haben, fragen Sie so lange nach, bis es verschwindet.

Bleiben Sie mit Ihrem Mitarbeitern – und Partnern – im Gespräch. Je nach Funktionsstufe ist der tägliche, wöchentliche oder noch größere Abstand passend.

 

 

Vertrauen kann nicht erzwungen werden, es muss wachsen.

Es wächst, indem man Zeit zusammen verbringt, bei Konflikten klar und offen Stellung nimmt, auch unangenehme Dinge anspricht und nur Dinge sagt, die auch wirklich gemeint sind, also auf den „Schmusekurs“ verzichtet. Dazu gehört, sich berechenbar zu verhalten und nicht über andere zu reden, sondern die Themen direkt mit der betroffenen Person zu besprechen.

Überlegen Sie, wer in Ihrem Vertrauenskonto das höchste Guthaben besitzt? Wer ist im Minus?

Wie ist es umgekehrt: Bei welchem Mitarbeiter haben Sie ein hohes Vertrauenskonto? Bei wem sollten Sie dringend „einzahlen“, um wieder ins Schwarze zu kommen?

 

Stärken der Eigenverantwortung – Kontrollieren – aber richtig! Wie viel ist zu viel? – S&P Führung

Besprechen Sie mit Ihrm Team, was diese selbst kontrollieren und wo Sie als Vorgesetzter kontrollieren wollen. Fragen Sie, welche Themen die Mitarbeiter wie kontrolliert haben möchte? Begründen Sie die Hintergründe für Ihre Kontrolle und vereinbaren Sie transparente Kriterien, nach welchen die Beurteilung erfolgt. Vereinbaren Sie, in welchen Fällen Sie aktiv informiert werden möchten und welche Informationen Sie benötigen, damit Sie sich sicher fühlen. Wann ist das Ziel erreicht?

Das entlastet Sie und Ihr Team von unangenehmen und zeitaufwendigen Kontrollen.

 

Die Kunst, im Gespräch zu bleiben – Kontrollieren – aber richtig! Wie viel ist zu viel? – S&P Führung

  • Formelle Kontrollen: Vereinbaren Sie Haltepunkte bei Projekten oder/und regelmäßigen Treffen, um über den Stand zu sprechen. Hilfreiche Fragen: Was ist gut gelaufen? Wo gab es Schwierigkeiten, und wie wurden diese gelöst? Wie läuft es mit der Zusammenarbeit? Wo benötigen Sie noch Unterstützung? Wer kann diese leisten? Welche Risiken sehen Sie? Wann ist es sinnvoll, dass wir wieder darüber sprechen?
  • Informelle Kontrollen: Machen Sie eine Begrüßungsrunde am Morgen oder nutzen Sie die Kaffee-Ecke, um zu fragen: Wie war die Besprechung, der Kundenbesuch, die Montage etc.

Zeigen Sie Ihr Interesse an der Person und der Sache.

 

Führung – Kommunikation – Teamentwicklung – Kontrollieren – aber richtig!

Durch zielgerichtete Mitarbeitergespräche können Sie Motivation und Leistungsniveau steigern. Die Seminare Motivation – Kommunikation – Zeitmanagement und Zielvereinbarung und Mitarbeitergespräche helfen Ihnen ein souveränes Auftreten durch die richtige Argumentation und Entscheidungsstärke. Unsere Seminare Die 8 erfolgreichsten FührungstechnikenFühren mit SystemKonfliktmanagement: Lösungen für den Führungsalltag und Führen von Hochleistungsteams unterstützen Sie zudem dabei, die Herausforderungen im Führungsalltag selbstbewusst zu bewältigen und Feedbackgespräche und Leistungskontrolle als Führungsinstrument richtig einsetzten.

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